Herzlich Willkommen am RoKo
Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de

Schüleraustausch mit La Réunion (Frankreich)



Nachdem unser langjähriger Austausch mit Liancourt mit der Pensionierung der dortigen Deutschlehrerin zu einem jähen Ende kam, ergab sich unverhofft die Chance, einen Austausch mit La Réunion neu zu etablieren. Darüber sind alle Französischlehrer sehr erleichtert, da es für unsere Schülern immens wichtig ist, persönliche Kontakte zu knüpfen und in die Kultur des Landes einzutauchen, dessen Sprache sie in der Schule lernen. Es freut uns deshalb sehr, den Schülern des Robert-Koch-Gymnasiums dieses völlig neue Austauschprogramm Französisch vorstellen zu können.
La Réunion gehört zu Frankreich (und damit auch zur EU), befindet sich aber im indischen Ozean, ca. 12 Flugstunden entfernt. Die Vulkaninsel liegt zwischen Madagaskar und Mauritius und ist ein tropisches Paradies. Sie bietet nicht nur einmalig schöne Strände, sondern ist bei Naturfreunden auch aufgrund des gebirgigen Inselinneren als Geheimtipp bekannt und Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Abgesehen davon hat La Réunion eine reiche Geschichte und Kultur.
Für unsere Schüler ist es eine einzigartige Möglichkeit, ihre französischen Sprachkenntnisse zu vertiefen, eine exotische Reise zu unternehmen, die Gastfreundschaft der Réunionnais zu erleben und dabei dennoch europäische Standards in Sachen Sicherheit, ärztlicher Versorgung und Komfort zu genießen.

Unsere neue Partnerschule ist das Collège H. Hoarau in Rivière Saint-Louis im Südwesten der Insel. Die dortige Deutschlehrerin Mme Danielle Rey ist sehr engagiert und über die neue Partnerschaft ebenso glücklich wie wir.

La Réunion ist eine Insel der Superlative. Sie beheimatet mit La Fournaise einen der aktivsten Vulkane weltweit und besitzt mit dem Piton des Neiges (3070m) den höchsten Gipfel des indischen Ozeans. Die drei alten Krater im Inneren der Insel (genannt cirques) sind teilweise nur zu Fuß oder mit dem Hubschrauber erreichbar und ein Wanderparadies.
Es herrscht tropisches Klima mit einer Regenzeit von Januar bis März. Die beste Reisezeit ist im Oktober und November, wenn man mit einer durchschnittlichen Lufttemperatur von 27°C und einer Wassertemperatur von 25°C rechnen darf.
Dementsprechend exotisch präsentieren sich natürlich auch Flora und Fauna. Neben tropischem Regenwald, Zuckerrohr- und Vanilleplantagen, kann man auf den Märkten vielerlei exotische Früchte entdecken, die man so aus Europa noch nicht kannte. Auf La Réunion sind außerdem Wasserschildkröten, Delfine, Wale und Chamäleons zuhause, aber eben keine Giftschlangen oder gefährliche Insekten.
Die Bevölkerung ist eine sehr außergewöhnliche Mischung aus Franzosen, den Nachfahren afrikanischer und indischer Sklaven und Chinesen. Dank ihrer vielen verschiedenen Religionen, Ethnien und Kulturen ist La Réunion somit ein wunderbares Beispiel dafür, dass das friedliche Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft durchaus möglich ist und für uns Europäer besonders interessant.

Wir hoffen sehr, dass dieses neue Austauschprogramm ein langfristiger Erfolg wird !


Verfasser Sigrun Reyser, 16.10.2018

DELF



Verfasser Sigrun Reyser, 16.10.2018

Das Diplôme d`études en langue française prüft Französischkenntnisse in schriftlicher und mündlicher Form, die sich am europäischen Referenzrahmen (GeR) orientieren, sodass Unternehmen, Universitäten und andere Institutionen europaweit das vorgelegte Niveau der Sprachkenntnisse genau einordnen können. Diese zusätzliche Qualifikation kann also z.B. bei einer Bewerbung um einen Ausbildungs- oder Studienplatz helfen bzw. Sprachtests überflüssig machen. Die Jahreszeugnisse der Jahrgangsstufen 9 und 10 für Französisch enthalten zwar neben der Fachnote einen Hinweis auf die erreichte Niveaustufe des GeR, sofern mindestens die Jahresfortgangsnote "ausreichend" erzielt wurde, Zeugnisbemerkung und Sprachdiplom sind jedoch keineswegs dasselbe. Für viele Schüler kann es sich lohnen, sich für ein DELF-Diplom anzumelden, vor allen Dingen wenn man vorhat, Französisch nach der 9. oder 10. Klasse abzulegen !!! Das DELF ist zudem zeitlich unbegrenzt gültig.
Von Vorteil ist außerdem, dass die SchülerInnen frühzeitig lernen, wie derartige Prüfungen organisiert sind, sich auf sie einzustellen und sie zu meistern. Die Erfahrung im Hinblick auf eine mündliche Prüfung im Rahmen von DELF bereitet also auch auf die mündliche Prüfungssituation in den Jahrgangsstufen 10 und 12 vor.
Da drei Französischlehrerinnen am Robert-Koch-Gymnasium als DELF-Prüfer ausgebildet sind, kann die Prüfung praktischerweise an der Schule abgelegt werden und man spart sich den Weg nach München…

 

Journalismus am RoKo

Eine immer komplizierter werdende Welt bräuchte eigentlich präzise, gut informierte, glaubwürdige Medien. Aber guter Journalismus ist viel teurer als die Flut von Halbwahrheiten, Verschwörungstheorien und Fake News, die das Internet liefert. Deshalb stecken die Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten in dem Dilemma, dass sie Qualität liefern wollen, aber immer weniger Menschen finden, die dafür bezahlen wollen.
Das Problem wird sich weiter verschärfen, wenn junge Menschen kritiklos das Internet als Informationsquelle nutzen.
Um sich dagegen zu engagieren, sind Hunderte von Absolventen der Münchener Deutschen Journalistenschule zurück in ihre alten Schule gegangen, um mit den Schülerinnen und Schülern über die Bedeutung von Journalismus und qualitativ hochwertiger Information zu sprechen.
Am Robert-Koch-Gymnasium sprach Stephanie Probst, die im letzten G9-Jahrgang Abitur gemacht hatte und mittlerweile nach einem Masterabschluss in Journalistik für die Süddeutsche Zeitung und das BR-Magazin „Quer“ arbeitet.
Sie erläuterte den Schülern den Pressecodex und die Prinzipien der Pressearbeit, also: Wie kommen Medien an Informationen? Wann ist eine Information glaubwürdig? Was darf man publizieren, was nicht? Wie entstehen Fake News und wie kann man sie erkennen?
Natürlich spielen die Medien auch im Deutschunterricht eine wichtige Rolle. Trotzdem ist es für Jugendliche eine besondere Erfahrung, jemandem gegenüberzutreten, der gerade den Schritt ins Berufsleben gemacht hat. Dementsprechend gab es auch viele Fragen zur Laufbahn von Journalisten, zur Ausbildung, zu den Arbeitsmöglichkeiten und zum Verdienst.
Abschließend bedankte sich der Stellvertretende Schulleiter des Robert-Koch-Gymnasiums bei der Deutschen Journalistenschule und vor allem Fr. Probst für die Initiative und den höchst informativen Vormittag.

Stephanie Probst am ROKO

Verfasser Dr. Christian Bauer vom 07.05.2018