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OStD Meidinger (Mitte) mit Direktor Miroslav Hlava (rechts): Die Prognosen stehen gut!
Lehrerkollegientreffen des Gymnázium Strakonice und des „RoKo“ in Deggendorf

Prognosen, so Karl Valentin, seien von Haus aus schwierig – insbesondere dann, „wenn sie die Zukunft betreffen“. Dass diese „Weisheit“ in Deggendorf durchaus mit einem gewissen Schmunzeln quittiert werden darf, das mag nicht nur an den politischen Wahlergebnissen der vergangenen zwölf Monate liegen, sondern vielleicht auch daran, dass man dem berühmten bayerischen Komiker schon anno 1908 seinen hiesigen Gastauftritt (und damit seine ohnehin mageren Berufsaussichten) erst einmal ordentlich vermiest hatte. Weil man am Robert-Koch-Gymnasium mit der seinerzeitigen Deggendorfer Ignoranz glücklicherweise gründlich aufgeräumt hat, wird der „Wortzerklauberer“ zwar hier auch heute gerne mal zitiert – dafür aber mit der einen Einschränkung, dass man mit Prognosen mittlerweile deutlich souveräner (sprich: wissenschaftlicher) umzugehen weiß als der Münchner Sprach-Anarchist von einst. Und für den Rest gibt es halt eine solide Zukunftsplanung.

Gleich drei künftige Termine galt es deshalb zu besprechen, als sich am letzten Samstag dreißig Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums im böhmischen Strakonice bei ihren altbekannten Kolleginnen und Kollegen am Robert-Koch-Gymnasium einfanden, um das seit 27 Jahren bestehende jährliche Treffen fortzuführen – 2020 wird folglich die 30. offizielle Begegnung stattfinden, welche auch feierlich begangen werden soll. Geprägt von der sichtlichen Freude am Wiedersehen, begrüßten heuer stellvertretend StD Dr. Wolfgang Holzer und OStRin Ingrid Naber sowie die von OStRin Angela Fürstenau geleitete Showturnergruppe die geschätzten Gäste zusammen mit Direktor Mgr. Mirolsav Hlava in der Aula des neuen Schulhauses, welches heuer zum ersten Mal den Ort der Begegnung bildete. Beim gemeinsamen Weißwurstfrühstück in der nagelneuen Schulmensa musste indes OStD a.D. Albert Zieglmeyer mitteilen, dass sein langjähriger Kollege aus Strakonice, Direktor i.R. Lubomír Paleček, am 6. Oktober dieses Jahres verstorben sei. In seinem Nachruf würdigte Zieglmeyer nicht nur die langjährige menschliche Verbundenheit zwischen ihnen, sondern sprach auch die Hoffnung aus, dass die einst so erfolgreich gesäte Frucht der kollegialen Verbindung über Grenzen hinweg auch künftig erhalten bleibe, was bei einer Anzahl von insgesamt über 60 Anwesenden mehr als nur Zuversicht in die Trauer mischte.

Der zweite Termin leuchtet ebenfalls in das Jahr 2020 hinein, in welchem das Robert-Koch-Gymnasium sein 50jähriges Bestehen feiern wird können. Bei aller Vorfreude auf das Ereignis wird eine der größeren Anstrengungen aller Voraussicht nach darin bestehen, ein konkretes Datum für diese Feierlichkeiten zu finden, welches nicht mit dem dritten Termin des Jahres 2020 kollidiert, nämlich der nicht minder bedeutenden 100-Jahr-Feier des Gymnasiums in Strakonice. Bei so vielen „prognostizierten“ Jubelanlässen zugleich ergab sich dann auch reichlich Gesprächsstoff, der sich mit den vielen Fragen und Anregungen vermischte, die sich im Lauf der verschiedenen Besichtigungstouren des Tages ergaben. Den Anfang hatte eine Besichtigung des neuen Schulgebäudes inklusive Vorführung der hier vorhandenen digitalen Möglichkeiten gemacht, woraufhin eine gemeinsame Besichtigung der Technischen Hochschule Deggendorf unter Führung von Laboringenieur Johann Gerner für beide Seiten eine Reihe neuer Erkenntnisse erbrachte. Die daran anschließende Stadtführung eröffnete den tschechischen Gästen nicht nur die schönsten Plätze der Deggendorfer Altstadt, sondern auch einen Einblick in deren Geschichte, welche bekanntermaßen mit der Erfindung von Knödeln ganz eigener Rezeptur im Rahmen einer angeblichen Belagerung durch den Böhmenkönig Ottokar kokettiert. Beim gemeinsamen Abendessen fand der Tag seinen harmonischen Ausklang, unterfüttert mit direktoralen oder kollegialen Anekdoten sowie garniert mit Bier und – wie könnte es anders sein – Deggendorfer „Semmelnknödeln“. Womit wir wieder beim Valentin wären.


 
 
 
 
 

Verfasser Dr. Ernst Schütz, 20.10.2018