Herzlich willkommen am RoKo
Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de

Workshops von Umweltschule mit Courage und der Showturngruppe



OPENION Förderung - Wie sehen zeitgemäße Formen von Demokratiebildung aus?

Mitreden, mitgestalten, teilhaben. „OPENION – Bildung für eine starke Demokratie“ trägt dazu bei, Demokratie als gesellschaftlichen Aushandlungs- und Gestaltungsprozess erfahrbar zu machen – und zwar mit Kindern und Jugendlichen zusammen in ihren Lebensräumen. Partizipation, Begegnung und die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, wie Digitalisierung und Migration, stehen bei OPENION im Vordergrund.

Der Projektname „OPENION – Bildung für eine starke Demokratie“ ist ein Kunstwort, eine Mischung der Wörter
• • „Opinion“ - für eine klare soziale Haltung und offene Meinungsfähigkeit
• • „open“ - für die Aufgeschlossenheit für den demokratischen Dialog
• • „on“ - für die Aktivierung zeitgemäßer Demokratiebildung und für Kinder und Jugendliche, die selbst in der Demokratie aktiv und mündig sind

Bildung für eine starke Demokratie: OPENION befähigt die Kinder und Jugendlichen, in der Demokratie souverän und sozial verantwortlich zu handeln. Sie werden ermutigt, in einer offenen Gesellschaft agieren zu wollen, in der ein Meinungsaustausch gelebt wird, der die Würde aller wechselseitig anerkennt. Dafür sind Bildungsangebote erforderlich, die Demokratie im Alltag erfahrbar machen und die Jugendlichen mit ihren Themen in den Mittelpunkt stellen.

In diesem Sinne – OPENION am Robert-Koch-Gymnasium
Von Donnerstag bis Samstag tagen und tanzen die Mitglieder der Wahlunterrichte Umweltschule mit Courage und Showturner:

Bildmachen – Workshop
Wie umgehen mit unschönen Begegnungen worldwideweb?!
Facebook war gestern, heute bewegen sich Jugendliche auf Instagram. Auf ihren Streifzügen begegnen ihnen täglich unzählige Meinungsäußerungen von Bekannten und Fremden und nicht jeder Post ist freundlich oder gar reflektiert. Wie reagieren, wenn einem die Meinungsäußerung im Netz zu krass wird? Man merkt den Schülern an, dass sie sich versiert im Netz bewegen, wenn sie einhellig der Meinung sind: „Nicht provozieren lassen!“ Und wenn nicht reagieren keine Option darstellt, kann lächeln eine Alternative. Einfach mit einem selbst erstellten „Meme“
oder einem .gif die Luft aus dem extremen Beitrag nehmen.
Darüber hinaus, „Memes“ erstellen macht Spaß! („Meme“ = Bild mit witziger Unterschrift)

Upcycling – Besen, Besen sei´s gewesen!
Aus unserer Partnerschule in Haiti kam die Nachricht, dass die Schülerinnen und Schüler des Kinderheims von Marie Joseé Laguerre jetzt unter anderem in ihrer Freizeit Besen aus leeren PET Flaschen erstellen um damit die schmale Kasse Heims aufzubessern und zugleich den Müll auf Haitis Straßen zu bekämpfen. Man könnte die Flaschen einfach zurückgeben? Auf Haiti gibt es kein Recyclingsystem, alles landet auf der Straße oder in der Müllverbrennung.
Die Umweltschule mit Courage tut ein Gleiches und mit jeweils vier PET Flaschen ausgestatte und einer Bastelanleitung auf youtube wandeln wir leere Wasserflaschen in Laubbesen um. Dass das allerdings alles andere als leicht ist, mussten wir schnell feststellen. Wir bleiben dran und geben nicht auf!

„Die denk an...“ – Buttons gehen in Produktion
Wer keine Flaschen basteln wollte, konnte selbst Buttons gestalten. Die Idee ist, dass der Wahlunterricht Umweltschule anlässlich von Katastrophen oder für Projekte, die wir unterstützen wollen, Buttons produziert, die mit dem Spruch „Denk an...“ zum Nachdenken und eine Geste der Solidarität darstellen. Die erste Reihe „denkt“ an Sulawesi und Haiti und soll zu Gunsten der Erdbebenopfer auf den genannten Inseln gegen eine kleine Spende verteilt werden.

Botschafter zum Anfassen – Plant for the Planet Abgesandte begeistern die Umweltschüler
Ein weiteres Highlight der intensiven Klausurtagung war die Begegnung mit den Vertretern von „Plant for the planet“. Drei sehr sympathische 14 und 12 jährige Schülerinnen reisten aus Straubing und Regensburg an, um der Roko Mannschaft Einblick in die Arbeit von Felix Finkbeiner und seiner Bewegung „Plant fort he Planet“ zu geben. Souverän erläuterten die Vertreterinnen, dass Wangari Maathai, die in Afrika in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat, Felix zu seiner Vision inspirierte:
 Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen und so auf eigene Faust einen CO2-Ausgleich schaffen, während die Erwachsenen vielfach nur darüber reden. Denn jeder gepflanzte Baum entzieht der Atmosphäre CO2. Auf die Frage, ob die jungen Mädchen seit ihrem Engagement als Klimabotschafterinnen das Gefühl hätten als Kinder etwas in der Gesellschaft bewegen zu können, entgegnet Veronika Tilz:“Wenn Felix diese Frage gestellt wird, antwortet er immer, dass ein Moskito ein Nashorn nicht stört, aber dass 500 Moskitos es schaffen, das Nashorn von seinem Weg abzubringen.“
Also los: Stopp talking, start planting!

Und dann wird´s ernst – Ideen entlang von Timelines konkret werden lassen.
Damit der ganze Input nicht umsonst bleibt, nahm der Projektmanager Allan Peebles, ein in München lebender Schotte, mit dem Wahlunterricht seine Arbeit auf. Die Schüler sollten sich aus den vielen Informationen Interessensgebiete herauspicken, die sie als Aktion oder Projekt in der Schule aufbereiten und durchführen möchten. Klar, dass sich nach der beeindruckenden Vorstellung von Plant fort he Planet sofort 8 Schüler gemeldet haben und spontan ebenfalls Botschafter für die gute Sache von Felix Finkbeiner werden wollen. Daneben sind das Engagement für Senioren und Unterstützung der Deggendorfer Tafel große Interessensgebiete der Umweltschüler mit Courage. Am Ende wurden weitere Termine für Planungstreffen gesetzt, damit die Ergebnisse bis zur „Fair future Gala 2019“ bühnenreif werden.

Mit mutigem Herzen nie seine Träume aufgeben, auch wenn das Schicksal seinen Lauf nimmt!
„Heard of courage“, „Never give up your dreams“ und „O fortuna“ – die Showturngruppe feilt am Programm.
Der erste große Auftritt der Gruppe im Schuljahr 2018 steht bereits unmittelbar vor der Tür: am 30. November treten die Showturner auf der Tagung des Philologenverbands in der Stadthalle Deggendorf auf. Die Choreographie zu Karl Orffs Stück „O fortuna“ aus den Carmina Burana verlangt den akrobatischen Turnerinnen (verstärkt durch Johannes Wutz als einzigem Turner) ein Höchstmaß an Präzision ab, performen sie doch hier vor einem Videoclip als Hintergrund. Hier muss wirklich jede Bewegung sitzen, sonst läuft der Ablauf aus dem Ruder.
Bei den beiden anderen Stücken handelt es sich um Musik, die die Schülerinnen selbst ausgesucht haben und bei der sie Choreographie mit eigenen Ideen ausbauen.
Nach den beiden Tagen war auch diese Wahlunterrichtgruppe ihrem Ziel ein großes Stück näher gekommen.

Verfasser Würf S., 18.10.2018