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50 Jahre ROKO

Robert-Koch-Gymnasium Deggendorf, Konrad-Adenauer-Str. 6, 94469 Deggendorf, Tel.: 0991 - 991397 - 0, email: Sekretariat@rokodeg.de
Ab Montag, 16.3.2020 findet vorläufig kein Unterricht mehr statt.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Tagespresse!

Suchtprävention am RoKo


„Meine Gefühle brauchen keine Drogen!“ So heißt der Titel des Suchtpräventionsprogramms für die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe am Robert-Koch-Gymnasium. Geleitet wurde der Workshop von der Diplom-Sozialpädagogin Manuela Karl, die im Betreuungsverein 1:1 in Straubing arbeitet. Ihr Aufgabenfeld es ist, an Suchterkrankung leidende Menschen im Alltag zu begleiten, Jugendsprechstunden abzuhalten und Gespräche mit früherstauffälligen Drogenkonsumenten (Programm FRED) zu führen.

Aus einem Korb mussten die Jugendlichen verschiedene Gegenstände aus ihrem Alltagsbereich herausnehmen, die dann in der Gruppe mit Einbindung ihrer eigenen Erfahrungen besprochen wurden. Es waren eine leere Bier- und Sektflasche, Verpackungen für Schokolade, Burger oder für Kaffee, aber auch ein Handy, Controller, Karten von Streaming Diensten, sowie eine Einkaufstasche und Zigarettenpäckchen dabei. Schnell wurde den Schülerinnen und Schülern klar, dass all diese Gegenstände legal sind, ein Glücksgefühl vermitteln, aber auch süchtig machen können. Als Gast brachte Frau Karl den 41-jährigen Exuser Tom mit, der seinen ersten Kontakt mit Drogen und seine Lebensgeschichte in bewegender Weise erzählte. Sein Konsum begann mit 11 Jahren mit der ersten Zigarette und Alkohol. Mit 13 nahm er Haschisch, mit 17 kam Ecstasy und Speed dazu und 4 Jahre später fing er mit Crystal Meths an, das er jahrelang konsumierte. Nach 4 gescheiterten Therapieversuchen gelang es ihm erst 2017, mit Unterstützung des Betreuungsvereins 1:1, clean zu bleiben. Der polytoxe Drogenkonsum hat Spuren hinterlassen, die auch die Schüler an ihm bemerkten. Durch abgestorbene Nervenregionen im Gehirn ist sein Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigt und das Sprechen längerer Sätze bereitet ihm Schwierigkeiten. Mit Leber- und Herzproblemen muss sich Tom außerdem auseinandersetzen. Durch den Besuch an Schulen ist es ihm ein Anliegen, die Teenager mit seiner Lebensgeschichte wachzurütteln, und sie zu überzeugen, den Drogenkonsum zu vermeiden.

Für die baldigen Führerscheinbesitzer in der 10. Jahrgangsstufe hielt Polizeihauptkommissar Günter Reithmeier, der auch als Schulverbindungsbeamter und Jugendbeauftragter der Polizeiinspektion Deggendorf tätig ist, den Vortrag „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“. Dabei referierte er über legale und illegale Drogen, stellte rechtliche Aspekte durch verschiedene Fallbeispiele vor und appellierte an die Jugendlichen, Stärke und Selbstbewusstsein zu zeigen, und die rechtlichen Konsequenzen mit ihren weitreichenden Folgen, auch für das spätere Berufsleben, zu bedenken.
Diplom-Sozialpädagogin Manuela Karl
Polizeihauptkommissar Günter Reithmeier
Verfasser: Trum M.,